Weihnachtsstress

X-Mas Reloaded – den Weihnachtsstress minimieren

Hand aufs Herz: Gehören Sie auch zu den Menschen, die schon eine Woche vor Weihnachten stöhnen: „Oh Gott, wär doch schon alles vorbei“? Und die  bereits jetzt, Anfang November die Panik packt, weil sie jede Menge Kram  erledigen müssen.

 

Die Lebkuchenberge türmen sich jedenfalls jetzt schon, überall gibt’s Geschenkpapier, Nikoläuse und Glitzersternchen. Klingt ja eigentlich gut, oder?

Aber bei Ihnen gibt es regelmäßig Stunk, weil das Nesthäkchen bei der Familienfeier quengelig ist?
Oder weil der Teenie ausgerechnet am heiligen Abend den „Null-Bock“ raushängen lassen muss?
Oder gehören Sie zu denjenigen, die regelmäßig am ersten Weihnachtsfeiertag beim Familienessen gute Mine zum bösen Spiel machen, wenn Onkel Otto, unter dem Einfluss von Eierlikör, seine Lebensweisheiten zum Besten gibt, während Sie ihm nichts weniger als die Pest an den Hals wünschen?

Noch besser: Schlittern Sie stundenlang fluchend über vereiste Autobahnen?
„Driving home for Christmas“ mag mit 20 noch viel Spaß machen. Mit zwei schreienden Kleinkindern im Auto wird es erst so richtig zur Wonne.

„Haben wir aber
schon immer so gemacht!“

Geht es nicht auch anders? Weihnachtsstress muss echt nicht sein.
Ich weiß ja, zu den schwierigsten Dingen im Leben gehört es, die Dinge zu ändern, die „wir immer so gemacht haben“.
Und gerade Weihnachten ist ja ein Traditionsfest, dessen Ablauf sich mitsamt dem Weihnachtsstress über Jahre – oder gar Jahrzehnte – fest eingeschliffen hat.

Undenkbar, daran was zu ändern! Oder vielleicht doch?

Denn die Umstände ändern sich ja auch. Wenn es für einen Sechsjährigen etwas ganz Tolles ist, unterm Christbaum Weihnachtslieder zu singen, finden die meisten Sechzehnjährigen das ätzend. Bleibt ihnen aber gar nichts anderes übrig, eben, weil „wir das immer so machen!“
Obwohl, Sie wissen es ja gar nicht. Vielleicht gefällt Ihrem Sechzehnjährigen die Singerei ja?

 

Ja: Miteinander reden
ist gefragt

Zeit für eine Familienkonferenz also.

Dabei gilt es  erst einmal herauszufinden, was jeder Einzelne von Weihnachten erwartet. Also (in Deckung gehen!) miteinander zu reden ist gefragt.

Bei den Kleinsten dürfte es relativ klar sein: Die möchten mit den Sachen spielen, die das Christkind gebracht hat. Ansonsten möglichst nahe am normalen Tagesrhythmus bleiben, mit regelmäßiger Ruhezeit und Rückzugsmöglichkeiten. Für ein Baby reicht in der Regel ein glitzernder Weihnachtsbaum aus. Da braucht es nicht noch fünf Tanten, die ihm in die Wange kneifen.

Alle anderen machen eine Liste, wie sie sich ihr ideales Weihnachtsfest vorstellen.
Und das möglichst detailliert und ohne Schere im Kopf, bitte!

Im zweiten Schritt gehen Sie gemeinsam Ihre Listen durch und vergleichen. Manche Familien werden dabei feststellen, dass ihre Vorstellungen recht eng beieinander liegen.
Andere, dass sich jedes Familienmitglied etwas andere Feiertage wünscht.

Da sind dann Kompromisse gefragt. Aber letztendlich, da bin ich sicher, werden Sie es schaffen, alle verschiedenen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen und Ihr ideales Familienweihnachten zu planen.

„Hilfe! Und wie sag ich
das Tante Else?“

Das Schwierige ist allerdings nun die Kommunikation nach außen.

  • Wie bringe ich es meiner Schwiegermutter bei, dass wir nicht am ersten Weihnachtsfeiertag bei ihr aufschlagen? Vielleicht besuchen Sie sie an einem Sonntag in der Adventszeit?
  • Oder sie laden die Gute kurzerhand zu sich nach Hause ein. Dann können die Kinder nach dem Essen in ihr eigenes Bett verfrachtet werden. Diesen Vorschlag habe ich einmal einer Freundin gemacht. Sie werden es nicht glauben: Ihre Mutter hat sich irrsinnig gefreut, die aufwendigen Vorbereitungen für ein Fest mit Kleinkindern los zu sein.
  • Aber die Schwiegermutter möchte doch für Sie kochen? Dann könnte sie einfach ein vorbereitetes Menü mitbringen, oder in Ihrer Küche kochen.
  • Sie möchten das traditionelle Familienessen umgehen, das bei Ihnen stattfindet, weil Sie nicht tagelang in der Küche stehen möchten, aber trotzdem das Fest mit der Großfamilie verbringen? Dann machen Sie den Vorschlag dass jeder Gast etwas zu einem kalten Buffet beiträgt.
  • Vielleicht findet auch der Vorschlag, dass sich die ganze Familie an einem der Feiertage in einem Restaurant trifft, allgemeine Zustimmung?

 

Werden Sie kreativ – stoßen Sie niemanden vor den Kopf, sondern suchen Sie nach Alternativen, die auch den Anderen Spaß machen.

Und wenn Sie sich gar nicht trauen, Ihre Vorstellungen umzusetzen, dann beginnen Sie mit klitzekleinen Schritten! Aber Vorsicht: Weihnachtsstress kann auch ein Suchtfaktor sein. Seien Sie vorbereitet, damit sie ohne die ganze Hektik nicht in ein emotionales Loch fallen!

Übrigens: Ich schreibe gerade ein Buch rund ums Thema Weihnachtsstress und wie Sie damit fertig werden können. Das Erscheinungsdatum ist im Herbst 2020! Also vormerken!

Titelfoto: OvO – Liquidnight via Flickr (cc)


Alexandras Fundstücke des Monats

Meine Fundstücke des Monats: nützliche Kleinigkeiten die das Leben erleichtern.


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