Die Informationsflut bändigen

 

Kennt Ihr das auch? Seitenlange Lesezeichenlisten im Browser und nichts findet man wieder? Weil man im Vorbeisurfen gedankenlos Bookmarks setzt und diese jetzt alle chronologisch geordnet untereinander stehen?

Das „Wo war die Seite denn nur“, geht mir jedenfalls spätestens dann auf den Wecker, wenn ich unterwegs bin und jemandem mit meinem Smartphone den neuesten Superfund zeigen will. Oder wenn ich bei schönem Wetter mit meinem Tablet im Garten sitze und jetzt den Artikel, den ich gestern gefunden habe, endlich in Ruhe lesen will.

Was hier Abhilfe schafft, sind Angebote im Netz.
Und da habe ich mich für Sie umgesehen und zwei Angebote für Sie herausgepickt.

  • „Pocket“ früher als „Read it later“ – „Lies es später“ bekannt.

Pocket kommt für PCs als Addon für alle gängigen Browser daher. Außerdem als App für Andoid und Ipad/Iphone, und als Web-App. Einfach auf der Seite https://getpocket.com/ registrieren und danach Addon oder App installieren.

"Pocket" Screenshot

Pocket nistet sich dann als Pfeil in die Suchleiste Ihres Browsers ein. Wenn Sie eine interessante Seite finden, die Sie gerne später noch einmal besuchen wollen, dann klicken Sie einfach diesen Pocket-Pfeil an und Pocket merkt sich die Adresse. Speichern geht natürlich auch via Email, außerdem ist Pocket bereits in über 500 Apps integriert, unter anderem auch in Twitter.
Pocket bietet zwei Möglichkeiten die gespeicherten Links später abzurufen: Entweder direkt aus dem Pocket Verzeichnis in ihrem Browser heraus, oder übers Web von Ihrer persönlichen Pocket-Seite aus.

Ein Mausclick genügt

Um auch wieder zu finden, was man sucht, lässt sich Ihre private Pocket-Seite nach bestimmten Stichworten durchsuchen, außerdem lassen sich den einzelnen Seiten Schlagworte “Tags“ zuordnen.
Für runde 40 Dollar jährlich gibt es auch einen Pocket-Premium Account der eine dauerhaft „Pocket-Bibliothek“ ermöglicht, in der alle Seiten zwischengespeichert werden und auch dann noch lesbar sind wenn sie schon längst von allen Servern gelöscht sind.

Fazit: Der Vorteil von Pocket ist, dass es als Browser-Addon blitzschnelles Speichern und Wieder-abrufen ermöglicht. Der Nachteil von Pocket ist, dass es nicht möglich ist, einer Seite beim Speichern gleich einen bestimmtes Tag oder einen bestimmten Ordner zuzuordnen. Das muss in einem zweiten Arbeitsschritt auf der Pocket-Seite geschehen.
Für mich ist Pocket einfach ideal um kurzfristig eine Seite abzuspeichern, die ich in den kommenden Tagen noch einmal abrufen möchte.

  •  Clipix – der virtuelle Aktenschrank

Etwas anders funktioniert das ebenfalls kostenlose Clipix. Denn Clipix basiert auf Ordnern. Ein Kuchenrezept gefunden? Ab in den Ordner Backrepezte. Reparaturanleitung fürs Motorrad? Bitte unter „Reparaturanleitungen“ ablegen. Tipps zu einer neuen Software? In einen neuen Ordner „Software“ bitte.
Clipix hat außerdem ausgefeilte SocialMedia-Funktionen. Ordner können nämlich sowohl „privat“ wie auch „öffentlich“ gespeichert werden, oder auch für einen ausgewählten Personenkreis sichtbar gemacht und zum gemeinsamen Bearbeiten freigegeben werden. Beispielsweise der Ordner mit Geschenkideen für Weihnachten für die Eltern, oder die Ideen für das Geburtstagsgeschenk eines Kollegen. Clipix ist genauso simpel zu bedienen wie Pocket. Anmelden, den Clipix-Button in die Lesezeichenleiste ziehen und los geht’s. Clipix hat sogar ein deutschsprachiges Video in dem alle Funktionen erklärt werden.

Witzig ist auch das Clipix-Preisalarm-Feature. Einfach einen Gegenstand clippen, den gewünschten Preis eingeben und Clipix alarmiert Sie, wenn der Gegenstand im Sale ist.

Clipix ist für mich unverzichtbar. Denn dadurch, dass ich jedem Thema einen Ordner zuweisen kann, dient es mir als virtueller Aktenschrank. Und zwar ein Aktenschrank, in dem ich auch mit einem Mausklick das finde was ich suche!

Und hier gleich Clipix zum Ausprobieren:



Foto: Julius999 via Wikimedia Commons

Fünf Tipps für einen reibungsloseren Morgen mit Familie

Noch schlaftrunken, weil die Zeit nie ausreicht um richtig auszuschlafen, schalten Sie nach dem Aufstehen die Kaffeemaschine ein.
Halb sieben – die Kinder müssen geweckt werden. Klein-Harry braucht noch eine Unterschrift unter seine missratene Klassenarbeit, der sechsjährigen Ida ist gerade eingefallen, dass sie heute Buntpapier zum Unterricht mitbringen soll. Der pubertierende Große setzt noch eins drauf, und verlangt just jenes T-Shirt anzuziehen, das gerade in der Wäsche ist.
Kommt Ihnen bekannt vor?

Dann sollten Sie unsere fünf Tipps beherzigen und die Organisation am Morgen ändern!
1. Am Abend werden alle Taschen gepackt und griffbereit an einen gemeinsamen Startplatz gestellt.
  • Geht nicht ? Geht doch. Einfach am Abend einen gemeinsamen Check machen. Dieser Check sollte auch das Marschgepäck der Erwachsenen umfassen!
  • Wichtig ist es, einen speziellen Startplatz (der auch zum „Landen“ beim Nachhausekommen dient) festzulegen und entsprechend einzurichten. Dort sollten außerdem für alle diejenigen, die keine Taschen mit sich herumschleppen, Dinge wie Brieftaschen oder Autoschlüssel abgelegt sein. Und im Blickfeld sollte eine Wochenübersicht hängen, auf der mit einem Blick zu sehen ist, wer beispielsweise Sportsachen oder Zeichenmaterial mitnehmen muss.
  • Wenn dieser Startplatz zweckmäßig und übersichtlich eingerichtet ist, dann sehen Sie mit einem kurzen Kontrollblick wessen Schultasche oder wessen Turnschuhe noch fehlen. Denn: „Mach ich später…“, diesen Spruch kennen Sie ja bestimmt.
2. Checken Sie am Abend den Wetterbericht und hängen Sie die Kleidung für den nächsten Tag griffbereit zurecht.

Und zwar komplett mit den nötigen Accessoires.

  • Kontrollieren Sie die Teile kurz durch. Damit vermeiden Sie verzweifelte Suchaktionen nach einer Stumpfhose ohne Laufmaschen, Akkordschuhputzaktionen am frühen Vormittag und Jacken, die dann „doch nicht gehen“, weil Knöpfe abgerissen sind.
  • Besprechen sie auf jeden Fall mit den Kindern was sie anziehen möchten. Und lassen Sie die Kids möglichst viel alleine machen. Vertrauen ist zwar gut, ein wenig unauffällige Kontrolle bringt Sie da allerdings oft weiter
3. Haben Sie einen Trödler oder eine kleine Träumerin in der Familie?
  • Dann sollte auf jeden Fall im Badezimmer direkt im Blickfeld eine große Wanduhr zur Kontrolle der Zeit hängen. Die gibts sogar dampfdicht und mit Saugnäpfen.
  • Hilfreich sind auch die neuen kleinen programmierbaren Intervalltimer, mit denen sich mehrere Zeitabschnitte hintereinander programmieren lassen, also zum Beispiel drei Minuten fürs Zähneputzen, vier Minuten fürs Anziehen und so weiter. Zwei Beispiele für nützliche kleine Helferlein finden sie hier:
4.  Auch fürs Frühstück gilt: Was gut vorbereitet ist, läuft reibungsloser.
  • Automatische Kaffeemaschinen und Teebereiter mit Timer ersparen unnötiges Gerenne. Soforthilfe kann auch eine preisgünstige Zeitschaltuhr schaffen.
  • Bringen Sie die Frühstückssachen im Küchenschrank/Kühlschrank zusammen unter, auch damit sparen sie etliche Handgriffe.
  • Hilfreich sind Drehteller oder Körbchen/Container auf/in denen die verschiedenen Zutaten untergebracht sind. Ein Griff genügt dann. Denn alles will ja auch schnell wieder weggeräumt werden.
    Hier noch zwei nette Ideen fürs private Selbstbedienungs-Frühstücksbuffet:
  • Und wer abends die Spülmaschine oder die Spüle leergeräumt hat, der hat jetzt auch genügend Platz um das Geschirr blitzschnell verschwinden zu lassen.
  • Und denken Sie daran: Auch das Frühstück ist eine Teamaufgabe bei der alle helfen sollten!
5. Und ja, es gibt sie, die Tage an denen einfach alles schiefgeht.

Dann hilft nur eins: Innehalten, kurz die Augen schließen und mindestens dreimal richtig tief Luft holen. Das darf man dann auch ruhig hören!

Titelfoto: “Breakfast2” by Kklerks – Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.