Die zehn besten Hochsommertipps fürs Homeoffice

Tja – kein Chef der einem eine Klimaanlage besorgt, kein hitzefrei und kein Betriebsrat, bei dem man sich beschweren kann. Dafür Liefertermine, die trotz Hitzewelle eingehalten werden müssen.

Hier meine zehn besten Tipps für das Überleben des Hochsommers im Homeoffice – Habt ihr auch noch welche?

  1. Nachts beziehungsweise am frühen Morgen durchlüften. Am besten ab fünf Uhr.
  1. Tagsüber: Fenster zu, vorhandene Rollläden herunterlassen.
  1. Für Fenster an denen es keine Rollläden gibt: Wärmeschutzfolien aus dem Baumarkt werden einfach aufgerollt und helfen ebenfalls die Raumtemperaturen um einige Grad niedriger zu halten.
  1. Omas Handtuch Trick: Ein kaltes nasses Handtuch oder Bettuch aufhängen. Die Verdunstungskälte am besten mit einem Ventilator verteilen.
  1. Noch ein Trick von Oma: Ein Waschbecken mit kaltem Wasser füllen, die Arme bis zum Ellenbogen eintauchen. Oder zehn Minuten in der Badewanne kneippen.

 

Kaltes Wasser wirkt oft Wunder!

 

  1. Das Arbeiten im Homeoffice hat den großen Vorteil, dass der Dresscode nicht genormt ist: Leichte Baumwollsachen sind ideal. Wenn der Postbote klingelt kann man ja immer noch schnell was überwerfen.
  1. Die Standbyzeit des Rechner verkürzen hilft Abwärme einsparen. Wenn der Rechner wiederholt abstürzt weil ihn zu warm wird: Aufschrauben und innen ganz vorsichtig die Staubschicht entfernen – vor allem die Lüfter sollten frei von Staub sein.
  1. Überlegen: Welche Arbeiten lassen sich auch auf dem Balkon oder im Garten erledigen? Oder lässt sich die Arbeit in die frühen Morgenstunden verlegen und es gibt eine Siesta in der heißen Mittagszeit oder eine Stippvisite im Freibad?
  1. Wenn die Temperaturen trotzdem ins Unerträgliche steigen: Über eine Klimaanlage fürs Büro nachdenken. Teuer in Anschaffung und Unterhalt, bringt aber eine Menge Lebensqualität.
  1. Viel Trinken! Aus Marokko kommt „Thé vert au menthe“ – grüner Tee mit Pfefferminze. Der darf je nach Geschmack warm oder kalt sein, süß oder nicht.
    Die Inder lieben kühles Lassi: 100 ml Joghurt, ein Löffelchen braunen Zucker und einen Zweig Pfefferminze mit 150 ml Wasser in den Mixer bis die Minze schön kleingeschreddert ist und das Lassi schön schaumig.

Foto: CQuadratNet via Pixabay

Rückwärtsplanung – was ist das denn?

Immer wieder werde ich gefragt, wie denn nun eine Rückwärtsplanung eigentlich funktioniert und wie man mit Hilfe des rückwärts Planens einen Projektplan erstellt.

Hilfreich ist eine solche Rückwärtsplanung vor allem für Last-Minute-Macher, die einfach keine Lust mehr haben, sich immer wieder die Nerven aufzuschleißen und die Nächte durch zu arbeiten, wenn der Abgabetermin eines Projektes naht.

Der Trick ist im Prinzip ganz einfach: Denn umgekehrt zu einer normalen Projektplanung fängt man einfach von hinten beim Abgabetermin  an.

Hier ein Beispiel um die Grundprinzipien der Rückwärtsplanung zu verdeutlichen.

Der Abgabeschluss für Kurts Semesterarbeit ist der 15.Juli.

  • Ein Blick in den Kalender: Der 15.Juli ist ein Freitag. Das bedeutet, die fertige Arbeit muss spätestens bis 12 Uhr im Sekretariat sein, denn dann geht die Sekretärin ins Wochenende.

Das Beispiel eignet sich nicht
nur für Semesterabeiten,
sondern auch für alle anderen Projekte

 

Jetzt ein Blick in die Anforderungen: Bestimmt muss die Arbeit ausgedruckt werden, aber muss sie womöglich gebunden sein?

  • Falls ja gilt es abzuklären, wer diese Arbeit übernimmt und wie lange das dauert. Gerade zu Semesterende liegen die Copy-Shops gerade in den Unistädten beispielsweise ziemlich zu mit Arbeit. Also: Kurt schnappt sich den Telefonhörer und fragt nach. Idealerweise möchte er die Arbeit spätestens eine Woche vor dem Abgabetermin zurückhaben, falls beim Binden etwas schiefgeht, also am 8.. Der Buchbinder braucht drei Tage, also sollte er die ausgedruckten Seiten am 5.Juli bekommen. Kurt schnappt sich ein Arbeitsblatt und trägt dieses Datum ein.
  • Wie lange braucht Kurt zum Ausdrucken? Rechnet aber damit, dass beim Ausdrucken der Drucker den Geist ausgibt, oder die Patrone leer wird. Denn das ist „Murphys Gesetz“, das der amerikanische Raumfahrtingenieur im Jahr 1949 formuliert hat und das besagt „Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Zwischenschritte festhalten

Also setzt Kurt das Ausdruckdatum auf den 1.Juli, denn notfalls kann er dann noch am Samstag neue Druckerpatonen besorgen, oder am Montag bei einem seiner Freunde drucken.

  • Liest jemand Korrektur, oder bleiben die Tippfehler drin? Falls ja, wie lange braucht der- oder diejenige?

So, jetzt haben wir das Datum an dem das Manuskript der Arbeit fertig sein sollte. Falls das nicht klappt, kein Drama: wir haben ja ausreichend Pufferzeiten eingeplant.

Jetzt schauen wir uns unser Thema an, gliedern es in einzelne Arbeitsschritte und überlegen, wie lange wir für den jeweiligen Arbeitsschritt benötigen.

Die Abhänigkeit von Dritten
einplanen!

  • Wichtig dabei ist die Frage: Wo sind wir von anderen abhängig, die eventuell auch Zeit brauchen? Diese Teile sollten wir uns extra markieren.
  • Jetzt geht es weiter mit der Planung. Wir tragen einfach die einzelnen Arbeitsschritte von unserem Manuskript-ist fertig-Termin nach vorne ein. Idealerweise lassen sich dabei auch noch Pufferzeiten einplanen.
  • Wichtig ist es für Kurt auch Rückmeldungen seines Profs zu erhalten. Die meisten Hochschullehrer bieten in der heißen Phase von Semesterarbeiten dazu Sprechtermine an. Ein solches Angebot sollte Kurt auf jeden Fall nutzen und einplanen – genau wie sich ein Freiberufler während eines Projekts die Rückmeldung seines Kunden einholen sollte.

Nachdem Kurt die Dauer der einzelnen Arbeitsschritte auf sein Arbeitsblatt eingetragen hat kann es sich entweder zufrieden zurücklehnen weil alles aufgeht und er erst in der kommenden Woche mit seiner Arbeit beginnen muss, oder er stellt fest, dass er in der vorletzten Woche hätte anfangen müssen.

An Pufferzeiten denken

Falls das der Fall ist, hilft nur eines: Die Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte zu verändern, und zwar solange, bis die Planung aufgeht.

Jetzt kann Kurt das jeweilige Datum, an dem ein Arbeitsschritt fertig gestellt sein muss, in seinen Kalender eintragen. Außerdem sollte sich Kurt notieren, wer etwas zu seiner Arbeit zuliefert und wann er denjenigen kontaktieren muss. Aber Vorsicht: Gerade wenn Dritte in der Planung einbegriffen sind, muss Kurt unbedingt Pufferzeiten einplanen!

So, alles klar soweit? Eine solche Rückwärtsplanung eignet sich nicht nur für Studenten und Semesterarbeiten. Auch Freelancern hilft die Methode weiter um größere Projekte zu bewältigen. Oder beispielsweise, wenn sich die Schwiegereltern zum Osteressen angesagt haben…..

Wie man am besten größere Prokjekte in kleine Arbeitseinheiten zerlegt steht hier, hier und hier.

Wer öfters größere Projekte bearbeitet, der sollte sich übrigens diese kostenlose Software einmal anschauen: https://www.ganttproject.biz/

Foto: Webvilla via Pixabay


Alexandras Fundstücke des Monats

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Meine Fundstücke des Monats: nützliche Kleinigkeiten die das Leben erleichtern.