Tool-Tipp: Der Locher

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns das Leben erleichtern. Obwohl ich zugeben muss, dass ich erst ein Seminar namens „Kennen sie noch die Farbe ihrer Schreibtischoberfläche?“ besuchen musste, um dahinter zu kommen, was mich seit Jahren nervt. Jetzt lacht mich aber bitte, bitte nicht aus.

Großvaters Locher. Schwarz, groß, schwer, mit deutlichen Quietschgeräuschen beim benutzen. Irgendwann Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts bei Leitz vom BandBüroorganisation, Papiertiger, Tool-Tipp, Locher gelaufen.
Nervtötend. Aber halt immer griffbereit. Ein unverwüstliches Erbstück.

Und darüberhinaus nur mit gehörigem Kraftaufwand zu bedienen.

Damits nicht immer so quietscht bei mir im Büro, hatte ich mir für Einzelblätter irgendwann im Vobeigehen einen Minilocher beim Discounter gegrabscht.

„Besorgt Euch einen anständigen Locher“, so die Empfehlung der Saarbrücker Ordnungtrainerin Heike Hagenau beim Seminar. „Und beim Einkauf solltet Ihr darauf achten, dass es Markenware ist, denn es gibt wirklich spürbare Qualitätsunterschiede“.

Gehört, getan. Und ihr glaubt es nicht: Als Gegenwert für eine Investition von runden zehn Euro habe ich ein großes Stück Lebensqualität gewonnen. Und wisst ihr was?

Auf einmal macht es mir sogar so richtig Spaß jeden Tag das anfallende Papier vom Schreibtisch in die entsprechenden Ordner zu befördern.

Der Neue frißt mit einem satten „Schmatz“ 30 Blatt Papier auf einmal, lässt sich mit einer Hand hochheben und es gibt ihn in vielen tollen Farben. Ein Anschlag sorgt dafür, dass die Löcher auch jedesmal in der Mitte sitzen, und meine Ordner jetzt sehr viel ordentlicher ausssehen als früher.

Hier seht ihr mein neues tolles Teil auch noch in anderen Farben:
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Eine Anleitung wie ihr dem Papiertiger die rote Karte zeigen könnt, gibts übrigens hier.

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